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Brokerarten?

 

Man unterscheidet grundsätzlich 3 verschiedene Arten von Brokern

 

DEALING DESK - DD-Broker

Broker die Ihre Kurse über einen Dealing Desk stellen, bieten in den meisten Fällen einen festen Spread an. Dieser Spread ist in der Regel höher als der Spread der über einen direkten Marktzugang erzielt werden könnte. Der Broker verdient sein Geld also über die Differenz des Spreads mit dem er sich über den Interbankenmarkt finanziert gegenüber dem Spread dem er den Kunden weiter gibt.

Häufig werden Dealing Desk Broker auch "Market Maker" genannt, denn die Kurse die der Kunde erhält, haben aufgrund der Aufschläge des Dealing Desk nicht viel mit dem realen Interbanken-Handel zu tun. Sie sind also ein künstlich geschaffener Markt.

Die Gefahr bei DD-Brokern ist immer das Traden gegen den Kunden. Viele DD-Broker leben von den Verlusten Ihrer Kunden. Es gibt natürlich auch seriöse DD-Broker, aber so einige schwarze Schafe arbeiten mit zahlreichen Plugins um die Performance der Kunden negativ zu beeinflussen. Stop Loss Fishing, Requotes, häufig hohe Slippage usw. sind Anzeichen für den Versuch der Manipulation der Performance. Allerdings sollte man nicht vorschnell urteilen, denn nur wegen einer hohen Slippage in sehr volatilen Phasen, oder einem Requote bei einem kurzen Datenspike tradet Ihr Broker nicht gleich gegen Sie!

 

Electronic Communication Network - ECN-Broker

Die Abkürzung ECN steht für “Electronic Communication Network”. Das wesentliche Merkmal eines ECN-Brokers ist der flexible Spread. Je nachdem wie die Kurse der verbundenen Banken gestellt werden, sind auch die Kurse des ECN-Brokers. Ein ECN-Broker bildet keine eigenen Kurse über einen Dealing Desk, sondern er stellt eine Art Verbindung zwischen Trader und Interbankenhandel dar.

Auch ECN-Broker müssen Geld verdienen. Da die Sie am Spread nichts verdienen, da Sie keine Spreaderweiterung zu Ihren gunsten vornehmen wie ein Dealing Desk, bezahlt man bei einem ECN-Broker in der Regel eine Kommission fürs Traden. Trotz dieser Kommission ist das Traden dort in der Regel viel günstiger aufgrund der deutlich geringeren Spreads.

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass ein ECN-Broker keine Gegenposition zu den Kundenpositionen aufbaut, also unter Umständen gegen seine Kunden tradet. Ein ECN-Broker verdient sein Geld hautpsächlich über Kommissionen und ist daher an profitablen/langfristigen Tradern interessiert die viele Trades generieren, also viel Umsatz machen. Stoploss Fishing und ähnliche Spielereien wie Spreaderweiterung bei News gibt es bei ECN-Brokern nicht.

Zu guter letzt bieten ECN-Broker Markttiefe an, also die Gegenüberstellung von Angebot und Nachfrage an relevanten Kursen. Tradingstrategien die auf eine Auswertung der Ordertiefe basieren sind damit erst möglich.

 

Straight Through Processing - STP-Broker

Der STP-Broker ist die Idealvorstellung für einen Trader. Bei diesem Brokertyp werden die Orders direkt vom Kunden an die Liquiditätsbanken, also die Banken des Interbankenhandel für den Devisenmarkt weitergeleitet. Manchmal arbeiten die STP-Broker nur mit einer Bank aus dem Interbankenverbund zusammen, andere wiederum arbeiten mit mehreren liquiden Banken zusammen. Sicherlich kann es sich vorteilhaft auswirken, wenn Kundenorder an verschiedene Banken durchgeroutet werden kann, denn dadurch ist die nötige Liquidität zur Ausführung der Orders eher gewährleistet.

Der Hauptvorteil dieser Brokerart ist demnach, dass der Trader / Kunde mehr oder weniger direkt am Interbankenhandel teilnehmen kann. Die Order werden entsprechend ohne Brokereinwirkung bzw. Dealing Desk direkt ausgeführt.

Es gibt allerdings auch bei STP-Brokern solche und solche. So werben manche Broker mit Straight Through Processing, allerdings nicht bei 100% der Trades. D.h. sie bilden eine Mischform eines STP und DD - Brokers. Es werden kleine Trades eher über den DD geführt, d.h. der Broker nimmt dann eine Gegenposition ein bzw. agiert als Market Maker. Bei großen Trades oder auch bei einschlägigen, profitablen Kunden hingegegen werden die Orders direkt an die Banken des Interbankenhandels weitergeroutet. Der Broker zieht seinen Profit also einmal aus erfolglosen Kundentrades (Kunde macht Verlust = Broker macht Gewinn) sowie aus der Arbitrage der verschiedenen Spreads im Interbankenhandel. 


Non Dealing Desk - NDD-Broker

Der NDD - Broker ist entweder ein ECN - oder STP Broker, er hat also keinen Dealing Desk zwischen dem Kunden und dem echten Forex - Markt (Interbankenhandel) geschaltet. Es kommt entsprechend zu sehr kurzen Ausführungszeiten, eigentlich keinen Requotes oder anderen Verzögerungen. Der Spread wird nicht vom Broker beeinflusst, sondern kommt direkt aus den im Interbankenhandel angebotenen / verfügbaren Quotes.


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Eine sehr gute Beschreibung zu den Brokerarten und eine große Auswahl an Brokern findet man unter anderem hier.